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Das Urlaubsmagazin

Bevor sie untergehen: 56 Reiseziele mit Verfallsdatum

von Autor Redaktion Urlaubsmagazin, in Kategorie Allgemein 4 Kommentare
Osterinseln Chile ©Ralf Hettler / istockphoto.com

Der schiefe Turm von Pisa? Weg. Mächtige Gletscher in den Alpen? Verschwunden. Tauchen am Great Barrier Reef? Fehlanzeige.

Keine Panik! Dieser hilfreiche Ratschlag findet sich schon in außergalaktischen Reiseführern wie dem Kultroman „Per Anhalter durch die Galaxis“. Aber auch auf der Erde kommt man mit dem Motto „Keine Panik“ bei vielen Reisezielen zukünftig weiter, denn die globale Erwärmung, der Massentourismus, der Verfall und menschliches Fehlverhalten bedrohen zahlreiche unwiederbringliche Naturlandschaften, Jahrtausende alte Kulturdenkmäler, wunderschöne Korallenriffe, exotische Wildtiere, gigantische Gletscher und die auch heute noch immer nicht vollständig  erforschten Polarregionen.

Und es kommt noch schlimmer: Wer sich bei den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt und den großen Metropolen am Wasser in Sicherheit wiegt, könnte in nicht allzu ferner Zukunft eine böse Überraschung erleben. Die Zukunft von Städten wie New York und Shanghai ist keineswegs sicher und selbst ein Wochenendtrip nach Köln oder Hamburg könnte sich bald in eine unüberwindliche Herausforderung verwandeln.

Unglaublich? Ist aber leider so: Für erstaunlich viele phänomenale Reiseziele tickt die Uhr, sie haben heute tatsächlich so etwas wie ein touristisches Verfallsdatum:

Traumhafte Strände und exotische Korallenriffe – morgen schon vom Meer verschluckt?

Der Pazifik – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2011. Noch können Taucher das wohl spektakulärste Unterwasser-Naturparadies der Welt, das Great Barrier Reef, vor der australischen Küste erkunden und dabei Tiere entdecken, die kaum jemals ein Mensch zuvor gesehen hat.

Aber auch hier tickt gnadenlos die Uhr: Chemikalien aus der menschlichen Landwirtschaft und die globale Erwärmung machen dem fragilen Ökosystem des Great Barrier Reef schwer zu schaffen.

Nicht viel besser ergeht es den Korallenriffen vor der indonesischen Küste, der faszinierenden Unterwasserlandschaft rund um die japanischen Okinawa-Inseln und dem Traum-Urlaubsziel für viele schlechthin – den Korallenatollen der Malediven. Das Meer erwärmt sich, der Meeresspiegel wird weiter steigen und es ist heute noch völlig ungewiss, ob die zerbrechliche Welt der Korallenriffe diesen Gefahren trotzen kann.

Von New York bis Shanghai – diese Städte sollten Sie besuchen, bevor sie untergehen!

Egal ob Fernost, die USA oder Europa: Nicht einmal vor den größten Metropolen und historisch bedeutsamsten Städten macht die Bedrohung durch die von der Menschheit selbst verursachte Erwärmung des Planeten halt.

Die so unterschiedlichen US-Metropolen, das turbulente Miami (Florida) und das elegant-intellektuelle Boston (Massachusetts)? Viel zu nah am Wasser! Die traditionsreichen Handelsstädte Hamburg und New York diesseits und jenseits des Atlantiks? Bald akut von Überflutung bedroht! Den voran gegangenen Generationen kann man hier übrigens kaum ernsthaft einen Vorwurf machen, wo sollen große Hafenanlagen denn sonst entstehen, wenn nicht direkt am Wasser und an wichtigen Handelsrouten?

 Der ungehemmt wachsende chinesische Gigant Shanghai? Genauso gefährdet wie die vielleicht bekannteste – ganz sicher aber die romantischste – unter den bedrohten Städten: Venedig! Wer schon einmal das Vergnügen hatte, diese beiden so unterschiedlichen Städte zu besuchen, wird sich in der Altstadt von Shanghai vielleicht verwundert die Augen gerieben haben: Die Kanäle, Brücken und Boote in den traditionellen Vierteln der chinesischen Weltstadt wecken durchaus Erinnerungen an die Stadt an der italienischen Adriaküste.

Keine Panik: Alle bedrohten Reiseziele im Foto – und noch etwas Zeit für die Reiseplanung

Bevor alle diese faszinierenden Reiseziele untergehen – sprichwörtlich oder tatsächlich – wäre es vielleicht eine gute Idee sie zu besuchen. Und ein Foto zu machen, vielleicht sogar zwei…

Wir haben schon mal damit angefangen und stellen heute unsere liebsten Reiseziele mit leider ungewisser Zukunft näher vor!

Und nicht vergessen: Keine Panik! Dieser Tipp ist übrigens auch hilfreich, wenn man es in Alaska mit Eisbären, in den Everglades mit Alligatoren oder in der Serengeti mit unerwartetem Elefanten-Gegenverkehr zu tun hat.

56 Reiseziele mit Verfallsdatum

Regionen / Naturlandschaften und -parks

1.    Chihuahua-Wüste (Mexiko)

Chihuaua Wüste, Mexiko

Chihuaua Wüste, Mexiko

Die Chihuahua-Wüste erstreckt sich auf der stolzen Fläche von 360.000 m² im gleichnamigen mexikanischen Bundesstaat und in den südlichen Teilen Nordamerikas. Besondere Faszination üben die „White Sands“ aus, Dünen aus weißem Gips, durch die sich feine Linien und Spuren von Menschen und Tieren ziehen. Anfang der 1980er ist hier sogar einmal das NASA-Space Shuttle gelandet. Es mag absurd klingen, aber die Wüste leidet unter Erhitzung als Folge des Klimawandels und gilt als gefährdet.

2.    Valdivian Regenwald (Chile / Argentinien)

Valdivianischer Regenwald, Chile / Argentinien

Valdivianischer Regenwald, Chile / Argentinien

Der WWF hat den Valdivianischen Regenwald auf die Liste der bedrohten Naturwunder gesetzt. Der Grund: Ausbleibende Regenfälle machen dem Ökosystem des Regenwaldes zu schaffen. Dabei gibt es hier zahlreiche Pflanzen und Tiere zu entdecken, die weltweit einzigartig sind.

3.    Sundarbans (Indien)

Sundarbans, Indien

Sundarbans, Indien

An den südlichen Hängen des faszinierenden Himalayagebirges befinden sich die größten Mangrovenwälder der Welt, bekannt als die Sundarbans. Auf 10.000 m² bieten die Wälder einen Lebensraum für den vom Aussterben bedrohten Bengalischen Tiger und zahlreiche weitere Tiere. Durch den globalen Klimawandel, Umweltverschmutzungen durch die Mineralölindustrie und illegale Waldabholzungen ist dieses Naturwunder sehr gefährdet.

4.    Amazonasbecken (Brasilien)

Amazonas, Brasilien

Amazonas, Brasilien

Das Amazonas ist der wichtigste Fluss in Südamerika. Erstaunliche 20 Prozent des weltweiten Süßwassers fließen durch das Amazonasbecken. In den zahlreichen Naturschutzgebieten, die dem Amazonasbecken zugeordnet werden, leben hunderttausende Tier- und Pflanzenarten, von denen uns Menschen nur ein winziger Teil bekannt ist. Aber auch mehr als 20 Millionen Menschen, darunter viele Naturvölker, haben im Amazonasbecken ihre Heimat. Schon seit den 1970er-Jahren macht die großflächige Abholzung dem Amazonasbecken zu schaffen. Teile der Flora und Fauna wurden schon für immer zerstört.

5.    Barrow (Alaska)

Barrow, Alaska

Barrow, Alaska

Barrow ist die nördlichste Stadt der USA. Bereits im Jahr 500 v. Chr. siedelten hier die ersten Menschen an. Rund um die Stadt leben viele bekannte, arktische Tierarten: Eisbären fühlen sich hier ebenso heimisch wie Walrösser, Seehunde und Karibus. Die zahlreichen Ölbohrungen und der Klimawandel gefährden die ganze Region, natürlich vor allem die arktische Tierwelt.

6.    Hawaii (USA)

Hawaii, USA

Hawaii, USA

Wer sprichwörtlich reif ist für die Insel, wird sich auf Hawaii vollkommen zuhause fühlen. Die Inselgruppe gilt, obwohl ein ganz regulärer Bundesstaat der USA, als äußert abgelegen. Die Hawaiianer sind trotz Massentourismus bis heute sehr gastfreundlich geblieben und pflegen traditionelle Rituale, wie zum Beispiel den Hulatanz. Doch das tropische Urlaubsparadies ist gefährdet. Steigt der Meeresspiegel durch den Klimawandel weiter an, könnte es bald vorbei sein mit der Inselgruppe und dem immer freundlichen „Aloha“-Gruß.

7.    Everglades (USA)

Mangroven Everglades, USA

Mangroven Everglades, USA

Der Everglades National Park zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen für Florida-Touristen. Die ausgedehnte Sumpflandschaft beheimatet exotische Bäume, zahlreiche Fischarten, seltene Vogelarten wie Kormorane, Schildkröten und natürlich – bissige Alligatoren! Obwohl die Everglades mittlerweile zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde,  sind sie stark gefährdet. Chemische Substanzen verschmutzten die Gewässer, außerdem wurden Teile der Umgebung bereits trocken gelegt.

8.    Totes Meer (Israel)

Totes Meer, Israel

Totes Meer, Israel

Einfach mal treiben lassen… Das Tote Meer liegt in Israel und lädt Urlauber zum entspannten Zeitunglesen bei badewannen-ähnlichen Temperaturen ein. Auch die Wirkung von Schlamm und Salz gilt als besonders gesundheitsfördernd. Wer in den Genuss eines ausgiebigen Bades kommen will, sollte sich beeilen. Denn das Tote Meer trocknet bereits aus, jedes Jahr verringert sich der Wasserpegel um einen Meter!

9.    Serengeti-Nationalpark (Afrika)

Serengeti Park, Afrika

Serengeti Park, Afrika

Der Serengeti-Nationalpark gilt als der bekannteste Nationalpark der Welt. Auf rund 15.000 km² erstreckt sich ein Lebensraum für viele Wildtiere, von der Antilope bis zum hungrigen Löwenrudel. Darüber hinaus erschließt sich hier das vielfältigste und naturbelassenste Ökosystem des gesamten afrikanischen Kontinents. Wer die Wildnis von Tanzania auf einer spannenden Safari erleben will, sollte sich beeilen. Eine Trasse soll inmitten des Nationalparks gebaut werden.

10.    Krüger-Nationalpark (Afrika)

Krüger Park, Afrika

Krüger Park, Afrika

Hunderte Tierarten und zahlreiche Pflanzen fühlen sich in dem rund 20.000 km² großen Gebiet des Krüger-Nationalparks ausgesprochen wohl. Der südafrikanische Park lockt jährlich zahlreiche abenteuerlustige Reisende an. Schon seit einigen Jahren versuchen die Betreiber des Nationalparks, ganze Herden umzusiedeln, nicht immer mit Erfolg. Jetzt machen vor allem der Klimawandel und zu große Besucherzahlen dem Naturparadies zu schaffen.

11.    Monteverde Regenwald (Costa Rica)

Monteverde, Costa Rica

Monteverde, Costa Rica

Enten und Gänse sind wohl jedem bekannt. Wie wäre es also zur Abwechslung mal mit Quetzal, Laucharassari oder dem Urutau-Tagschläfer. Noch nie gehört? Kein Wunder – diese exotischen Vögel gibt es nur in dem Biologischen Naturreservat Monteverde in Costa Rica. Auf rund 10.000 Hektar Regenwaldgebiet leben erstaunliche Tierarten und exotische Pflanzen. Ein echtes Entdeckerparadies für Abenteuerurlauber und Naturfans. Schon in den 80ern wurde das Artensterben in Monteverde beobachtet. Der Klimawandel und Abholzungen setzen dem Regenwaldgebiet in Costa Rica darüber hinaus zu.

12.    Nationalpark Tanjung Puting (Indonesien)

Tanjung Puting Reservat, Indonesien

Tanjung Puting Reservat, Indonesien

Im Nationalpark Tanjung Puting im südlichen Teil der indonesischen Insel Borneo schwingen sich täglich rund 6.000 Orang-Utans von Baum zu Baum oder dösen bei subtropischen Temperaturen. Der Nationalpark ist mehr als 400.000 Hektar groß und bietet eine faszinierende Flora und Fauna. Auch Naturvölker leben hier ganz traditionell. Illegale Abholzungen, verbotener Bergbau, Waldabholzungen für landwirtschaftliche Nutzungen, zum Beispiel den Anbau von Palmöl, sowie heftige Feuer setzen dem Gebiet immer mehr zu.

13.    Nördliche Manitoba-Küste (Kanada)

Manitoba Kueste, Kanada

Manitoba Kueste, Kanada

Hügeliges Ackerland, der Manitoba-See und die Meeresküste beschreiben die Manitoba-Küste in Kanada. Die Region ist geprägt von Ackerbau, Weideland, Buschwäldern und der Tundra. Schon die Indianer siedelten sich rund um die kanadische Küste an. Zahlreiche kleine und große Seen entstanden aus Schmelzwasser, Mammute und Bisons zogen einst durch diese bedeutende Landschaft. Nur noch wenige Indianer sind heute in der Bevölkerung zu finden. Die Ölindustrie bringt das natürliche Gleichgewicht zum Einsturz, die in der Tundra lebenden Eisbären sind zudem durch die globale Erwärmung gefährdet.

14.    Balatonsee (Ungarn)

Balaton See, Ungarn

Balaton See, Ungarn

Mitten im Westen von Ungarn befindet sich der größte Binnensee mit dem Namen Balaton, hierzulande besser bekannt als „Plattensee“. In den Sommermonaten wärmt sich der See auf Badewannen-Temperaturen auf und lädt mit seinen Stränden, Thermalquellen und Heilbädern zum gesunden Plantschen ein. Anschließend können regionale Weine und Fischspezialitäten aus der Region genossen werden. Wer hier entspannen will, sollte sich beeilen. Der See trocknet bereits aus und droht zu versumpfen.

15.    Osterinsel (Chile)

Osterinseln, Chile

Osterinseln, Chile

Die im Pazifik gelegene Osterinsel ist vor allem durch ihre riesigen, mystischen Steinskulpturen mit dem Namen Moais in aller Welt bekannt geworden. Zusätzlich finden sich hier feurige Vulkane, bis zu 300 Meter hohe Kliffs und exotische Korallenriffe. Bei durchschnittlich 21° C lässt es sich hier sehr gut aushalten. Zahlreiche Artefakte geben spannende Einblicke in die Kultur der ersten Inselbewohner. Wie lange die faszinierenden Moais noch stehen, lässt sich schwer voraussagen. Die Skulpturen beginnen bereits zu verfallen, was durch die Erosion nur noch verstärkt wird.

16.    Galapagosinseln (Ecuador)

Leguan Galapagos Inseln, Ecuador

Leguan Galapagos Inseln, Ecuador

14 größere und rund 100 kleinere Inseln gehören zur Gruppe der Galápagos-Inseln im Pazifischen Ozean. Zu den bekanntesten gehören beispielsweise Santa Cruz, San Salvador oder Santa Fé. Die Inseln bieten eine Heimat für eine faszinierende Vielzahl an Pflanzen und Tieren, die bereits von Charles Darwin eindrücklich festgehalten wurde. Vor allem der zunehmende Flugverkehr und ein immer höherer Ansturm durch Touristen setzen den Inseln derzeit zu.

17.    Manas-Nationalpark (Indien)

Manas Nationalpark, Indien

Manas Nationalpark, Indien

Welcome to India! Am Fuß des Himalayas liegt der Manas-Nationalpark. Das Naturreservat umfasst eine Fläche von 50.000 Hektar. Eine willkommene Heimat für Wasserbüffel und Tiger, Elefanten, Goldlanguren, Leoparden, Kragenbären und Zwergwildschweine sowie zahlreiche weitere Arten. Bewaffnete Überfälle und Wilderei machen den tierischen Bewohnern zu schaffen. Panzernashörner zum Beispiel sind hier inzwischen fast vollkommen ausgestorben.

18.    Malta

Malta

Malta

Malta liegt zwar eingebettet im Mittelmeer – dem Inselstaat droht dennoch das Wasser auszugehen. Das subtropische, mediterrane Klima und die Mitgliedschaft in der EU laden zu einem angenehmen Urlaub ohne große Komplikationen ein.

19.    Havanna (Kuba)

Havanna, Kuba

Havanna, Kuba

In Havanna gibt es vieles zu entdecken: Etwa die als Weltkulturerbe geschützte Altstadt, in der viele Gebäude im Stil des Barocks und Neoklassizismus von der Geschichte der spanischen Kolonialzeiten erzählen. Nicht weniger geschichtsträchtig ist auch der „Plaza de la Revolución“. Ein fast 150 Meter hoher Obelisk erinnert an den Nationalhelden José Martís. Einziger Haken: Nur wenige Meter über dem Meeresspiegel gelegen, könnte es Havanna auf absehbare Zeit nicht mehr geben!

Korallenriffe

20.    Great Barrier Reef (Australien)

Great Barrier Reef, Australien

Great Barrier Reef, Australien

Das wohl spektakulärste Unterwasser-Naturparadies der Welt stellt das Great Barrier Reef vor Australiens Küste dar und gilt inzwischen als eines der sieben von der Natur gegebenen Weltwunder. Für Taucher und Naturfreunde ein echtes „Hai-light“: über 300 Korallenarten sind hier zu finden, mehrere tausende Weichtiere, Schwämme und Stachelhäuter – und natürlich zahlreiche Haiarten. Buckelwale suchen das Riff zur Geburt ihrer Jungen auf, Schildkröten lassen sich von der Strömung treiben. Durch die Landwirtschaft gelangen giftige Chemikalien ins Meer, die das ganze Ökosystem im Great Barrier Reef gefährden, die weltweite Erwärmung bedroht das empfindliche Gleichgewicht des Korallenriffs auf dramatische Art und Weise.

21.    Malediven

Malediven

Malediven

Die im Indischen Ozean gelegenen Malediven sind genau das, was man sich unter einem perfekten Inselparadies vorstellen kann. Kein Wunder also, dass insbesondere frisch verheiratete Paare hier ihre Flitterwochen verbringen, bevor sie die graue Alltagswirklichkeit einholt. Doch was tun, wenn man abgeschottet vom Festland lebt und sich die Müllberge stapeln? Die Lösung: Der Müll wird vielfach ins Meer entsorgt. Logisch, dass dies die Korallenriffe gefährdet. Aber die lästigen Menschen könnten bald Geschichte sein, denn die Malediven liegen weniger als einen Meter oberhalb des Meeresspiegels und der Klimawandel sorgt für einen Anstieg der Ozeane…

22.    Indonesien

Indonesien

Indonesien

In Indonesien lässt es sich prima aushalten: Exotische Tiere, ein hohes Maß an Gastfreundschaft und die bezaubernde Natur laden zu Erkundungen über und unter dem Wasser ein. Die indonesischen Korallenriffe begeistern jedes Jahr zahlreiche Touristen. Doch wie lange noch? Der Anstieg der Emission von CO2 bedeutet eine Erwärmung der Weltmeere. Dadurch sterben die Korallenriffe, zudem steht die Existenz von hundert Millionen Menschen auf dem Spiel.

23.    Okinawa-Inseln (Japan)

Okinawa Inseln, Japan

Okinawa Inseln, Japan

Am südlichen Zipfel von Japan befindet sich die Inselgruppe Okinawa. Hier wurde übrigens die berühmte Kampfkunst Karate erfunden. Die Bewohner der Inselgruppen erreichen im weltweiten Vergleich die höchste Lebenserwartung und sind überdurchschnittlich gesund. Dies wird unter anderem mit dem Korallenkalzium in Verbindung gebracht. Doch auch in Japan sind die Korallenriffe vor dem Aussterben bedroht, wenn sich das Klima und die Meere weiter erwärmen.

Gletscher

24.    Alpen (Schweiz / Österreich)

Alpen, Schweiz / Österreich

Alpen, Schweiz / Österreich

Grüezi, Servus und Grüß Gott! Die alpinen Regionen in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz sind ein wahres Urlaubsparadies. In den Sommermonaten lässt es sich hier ausgedehnt wandern, während die Abfahrtspisten im Winter zum Skifahren und Snowboarden einladen. In Europa sind die Alpen das höchste Gebirge. Der Mont Blanc ist an seinem Gipfel über 4.800 Meter hoch. Auch die artenreiche Flora und Fauna hat sich an die Umweltbedingungen angepasst. Doch was, wenn der Wintersport bald statt auf Schnee nur noch auf Schotter stattfindet? Die Gletscher schmelzen dramatisch schnell, deswegen läuft auch für Wintersportfans die Uhr ab.

25.    Himalaya (Tibet)

Himalaya, Tibet

Himalaya, Tibet

Das Himalaya übt eine große Faszination aus: Extremsportler probieren sich an dem fast 9.000 Meter hohen Mount Everest, spirituell Reisende und Rucksacktouristen begeben sich auf einen Selbstfindungstrip inmitten von tibetanischer Heilkunst. Doch die Gletscher schmelzen weg und so wird den Bewohnern die Lebensgrundlage entzogen.

26.    Kilimandscharo (Tansania)

Kilimandscharo, Tansania

Kilimandscharo, Tansania

Was für die Europäer die Alpen und für die Asiaten das Himalaya-Gebirge sind, ist der Kilimandscharo für Afrika: Das höchste Gebirge. Jährlich wagen viele Touristen den steinigen Aufstieg oder die bequeme Geländewagen-Fahrt auf den Gipfel des Gebirges, der in fast 6.000 Metern Höhe liegt. Vom Urwald über eine Vielzahl an Gebirgsbächen bis hin zu eisigen Schneefeldern entfaltet sich hier eine faszinierend vielfältige Naturlandschaft. Die Gletscher schmelzen weiter, bereits 85% der Eiskappe sind durch die globale Erwärmung für immer verschwunden.

27.    Grönland (Arktis)

Grönland, Arktis

Grönland, Arktis

Grönland ist die weltweit größte Insel und definitiv kein Ort für Warmduscher! Doch wer sich warm anzieht, kann hier einzigartige Eindrücke sammeln: Eisbären gehen auf Robbenjagd und spektakuläre Eisberge türmen sich vor dem interessierten Urlauber auf. Vor allem lohnt es sich schnell zu sein, denn Jahr für Jahr schmilzt die empfindliche Eisdecke Grönlands um 240 km².

28.    Glacier-Nationalpark (USA)

Glacier National Park in Montana, USA

Glacier National Park in Montana, USA

In den Rocky Mountains befindet sich der Glacier-Nationalpark. Das Ökosystem gilt als größtenteils unbeeinträchtigt, so dass sich dem Reisenden großartige Natureindrücke präsentieren. Wer sich traut, kann auf Tuchfühlung mit Grizzlybär, Luchs und Weißkopfseeadler gehen, eine von über 1.000 Pflanzenarten entdecken oder den Duft von Kiefern, Fichten und Douglasien genießen. Schon die Indianer siedelten sich vor über 11.000 Jahren an. Waldbrände und Wilderei haben dem Nationalpark in der Vergangenheit zu schaffen gemacht. Heute sind es vor allem die schmelzenden Gletscher, die Anlass zur Sorge geben.

Sehenswürdigkeiten

29.    Taj Mahal (Indien)

Taj Mahal, Indien

Taj Mahal, Indien

Das Taj Mahal in eines der berühmtesten Reiseziele Indiens. Das Mausoleum, welches der Großmogul Shah Jahan im 17. Jahrhundert als Zeichen der ewigen Liebe für seine verstorbene Frau erbauen ließ, ist selbst jedoch leider ganz und gar nicht für die Ewigkeit gebaut. Vor allem die Luftverschmutzung durch das immer höhere Verkehrsaufkommen macht dem Prachtpalast nachhaltig zu schaffen.

30.    Akropolis (Griechenland)

Akropolis Parthenon, Griechenland

Akropolis Parthenon, Griechenland

Die eindrucksvoll über Athen thronende Stadtfestung wurde in der Antike gebaut, zwischenzeitlich von den Persern zerstört, dann mühevoll in Teilen wieder erbaut, nur um jetzt erneut zu zerfallen. So viel Aufwand für nichts? Naja, nicht ganz: Für Touristen aus aller Welt ist die Akropolis bis heute ein Pflichttermin. Das meinte 1986 auch die UNESCO und erklärte das antike Monument prompt zum Weltkulturerbe. In Griechenland muss man sich nun allerdings anstrengen, wenn die Akropolis nicht vollkommen verfallen soll. Seit ihrer Erbauung hat die Akropolis immerhin schon einige Tausend Jahre halbwegs glimpflich überstanden: Es wäre wohl kaum zu verantworten, wenn dieses Baudenkmal gerade in unserer High-Tech-Zeit noch mehr Risse bekäme oder gar ganz dem Verfall zum Opfer fallen würde.

31.    Tower of London (UK)

Tower of London, England

Tower of London, England

Sind es seine Frauen, die Heinrich der Achte im Tower von London hinrichten ließ, die sich nun rächen? Die Mauern des berühmten Sightseeing-Ziels für London-Touristen bergen viele blutige Geheimnisse und erzählen spannende Geschichten: Hier wurden berühmte Personen der Geschichte gefangen gehalten und im Innenhof brutal geköpft. Von Fluchtversuchen ist hier ebenso zu lesen wie von politischen Verschwörungen und der Abwehr von Angriffen. Doch wie lange stehen die Mauern noch? Direkt am Wasser gelegen, schimmelt das alte Monument nun langsam vor sich hin. Über Gegenmaßnahmen ist bislang nichts bekannt.

32.    Chan Chan (Peru)

Chan Chan, Peru

Chan Chan, Peru

Chan Chan muss im 14. Jahrhundert etwa so bedeutend gewesen sein wie heute New York, Shanghai oder Moskau: Eine Metropole von unermesslichem Reichtum. Die Bewohner besaßen Schätze an Gold, Silber und Kunstgegenständen. Den Inkas gelang die Eroberung und die Stadt verlor an Bedeutung. Heute zeugen beeindruckende Tempel von der einst so glorreichen Zeit. Doch genauso stetig wie Sand in einer Uhr herunter rinnt, wird die aus Lehm gebaute Stadt heute langsam von Niederschlägen zerstört.

33.    Schiefer Turm von Pisa (Italien)

Schiefer Turm von Pisa, Italien

Schiefer Turm von Pisa, Italien

Wie viele Fotos es wohl weltweit bereits gibt, auf denen sich Touristen gegen den schiefen Turm von Pisa stemmen? Doch erstaunlicherweise steht das schiefe Gebäude schon seit dem 12. Jahrhundert unbeirrt auf seinem schiefen Untergrund und will nicht umkippen. Sehr eindrucksvoll ist auch die architektonische Umgebung des Turms, etwa die nebenan gelegene Kathedrale. Aber ganz ehrlich: Auch Rom musste mal untergehen. Wer kann also mit Sicherheit sagen, wie lange dieses europäische Wahrzeichen noch einigermaßen in der Senkrechten steht?

34.    Palast von Leh (Himalaja)

Palast von Leh, Himalaja

Palast von Leh, Himalaja

Leh ist ein ganz besonderer Reiseort: Sie ist die höchstgelegene Stadt der Welt, die ständig bewohnt wird. Besonders sehenswert ist vor allem der alte Königspalast von Leh. Doch die Baumaterialien, Stein und Holz, sind nicht für Regen und Schmelzwasser geschaffen. Erst kürzlich, im Jahr 2010, hat eine verheerende  Flut große Teile der historischen Stadt zerstört.

35.    Twelve Apostles (Australien)

Twelve Apostles, Australien

Twelve Apostles, Australien

Sie ragen mitten im Meer vor der australischen Küste auf: Bis zu 60 Meter hohe Kalkstein-Felsen, die man die „Twelve Apostles“ genannt hat, obwohl es eigentlich nur neun Stück sind. Ein echtes Highlight sind die Lichtspiele, wenn die Sonne zwischen den Felsen auf- und untergeht. Doch sehr lange wird man dieses Naturschauspiel nicht mehr bewundern können. Das Meer, der Wind und der Zahn der Zeit nagen an den Felsen, eine der neun Säulen ist bereits Geschichte.

36.    Chinesische Mauer (China)

Chinesische Mauer, China

Chinesische Mauer, China

Wer die chinesische Mauer einmal von A bis Z entlang laufen will, muss entweder sehr trainiert oder völlig übergeschnappt sein. Schließlich misst die Mauer eine Länge von fast 9.000 Kilometern! Ganz zu Recht hat sich die Mauer also den Titel als das größte Bauwerk der Welt eingehandelt. Die chinesische Regierung investiert bereits in die Erhaltung dieses eindrucksvollen Monuments, doch bei einer tausende Kilometer langen Mauer stellt dies hohe Anforderungen an die Restaurateure. Denn kaum in Stand gebracht, kommen Scharen von Touristen und trampeln alles nieder. Also nichts wie hin, solange noch Mauern, Wege und Türme da sind!

37.    Luxor (Ägypten)

Luxor, Ägypten

Luxor, Ägypten

Am Ufer des Nils liegt die altehrwürdige ägyptische Stadt Luxor. Der Tempel wird allerdings durch den Anstieg des Grundwassers gefährdet. In früheren Zeiten des Alten Ägyptens war Luxor ein bedeutender Tempelbezirk, heutzutage breiten sich in der Nähe der  Tempelbauten völlig schmerzfrei die üblichen Beton- und Glasbauten aus. Wer Einblicke in die archäologischen Ausgrabungen rund um Luxor erhalten will, besucht also fast besser das gleichnamige Museum vor Ort.

38.    Machu Picchu (Peru)

Machu Picchu, Peru

Machu Picchu, Peru

Schon der erste Anblick des Machu Picchu bezaubert die meisten Touristen. Die peruanische Ruinenstadt wurde im 15. Jahrhundert durch die Inkas gebaut und liegt auf einer Höhe von über 2.000 Metern in eine eindrucksvolle Gebirgslandschaft eingebettet. Doch ausgerechnet die vielen Touristen sind ein echtes Problem für die mächtigen Überreste der Inkastadt. Die Besucherströme verursachen erhebliche Belastungen für Mauerwerk, Umwelt und Natur.

39.    Pompeji (Italien)

Pompeji, Italien

Pompeji, Italien

Pompeji, im Süden von Italien gelegen, wurde erst im 18. Jahrhundert wieder entdeckt, nachdem die Stadt im Jahr 79 einem heftigen Vulkanausbruch des Vesuvs zum Opfer gefallen war und vollständig verschüttet wurde. Heute kann man als Besucher durch die Straßen gehen, die Häuser und Räume der einst prachtvollen Stadt betreten und so mehr über das Schicksal der damaligen Stadtbewohner erfahren. Doch in puncto Instandhaltung gilt leider das „Laissez-faire“-Prinzip, beziehungsweise eher das „lasciar fare“-Prinzip, wir sind ja schließlich in Italien: Die Mauern zerfallen und Pompeji droht erneut zu verschwinden.

40.    Jesus Christus Statue (Brasilien)

Jesus Christus Statue, Brasilien

Jesus Christus Statue, Brasilien

Mit Rio de Janeiro und Brasilien werden meistens heiße Tänze, guter Rum und der berühmte Karneval verbunden – aber natürlich auch die übergroße Christusstatue. Als Wahrzeichen der Stadt ragt die Heiligenfigur fast 40 Meter in die Höhe und steht auf dem Gipfel des Corcovado. Was wenige wissen: In dem Sockel der Figur befindet sich sogar eine Kapelle, in der immerhin rund 150 Menschen Platz finden. Es besteht allerdings Handlungsbedarf für die das windgepeitschte Wahrzeichen Rios: Für eine Renovierung werden schätzungsweise 2,7 Millionen Euro benötigt.

41.    Tulum Maya Ruinen (Mexiko)

Tulum Maya Ruinen, Mexiko

Tulum Maya Ruinen, Mexiko

Tulum liegt an der Karibikküste Riviera Maya in Mexiko und ist ein wahres Urlaubsparadies: Türkisblaues Wasser, tropische Pflanzen und Badestrände locken ebenso wie die sehenswerten Maya-Fundstätten von Tulum. Die am Meer gelegene Stadt wurde bereits im 13. Jahrhundert besiedelt und dürfte damals ein sehr bedeutender Ort im Leben des Maya-Volkes gewesen sein. Der Ort hatte auch eine tiefe religiöse und spirituelle Bedeutung, wovon heute noch die Überreste zahlreicher Tempel zeugen. Schnelligkeit ist gefragt, falls man die historischen Funde näher zu Gesicht bekommen will – Teile der Stadt sind bereits für Touristen unzugänglich und werden nur mühsam instand gehalten.

42.    Mount Everest (Tibet)

Mount Everest, Tibet

Mount Everest, Tibet

Der absolute Rekordchampion unter den Berggiganten des Planeten: Höher ist kein Berg! Der Mount Everest ragt monumentale 8.848 Meter über dem Meeresspiegel in die Höhe. Jährlich reizt es Bergsteiger aus aller Welt, den Gipfel des eindrucksvollen Berges in einer mehrtägigen Tortur zu bezwingen. Das unberechenbare Wetter und die dünne Luft erschweren den Anstieg, dafür lockt ein imposanter Blick von dem höchsten Punkt der Welt. Doch die schneeweißen Gipfel könnten bald ein Fall fürs Fotoalbum sein: Das globale Gletscherschmelzen lässt auch Achttausender-Gipfel nicht unbeeindruckt.

43.    Coffeeshops (Amsterdam)

Coffee Shops, Amsterdam

Coffee Shops, Amsterdam

Amsterdam reizt Besucher aus aller Welt nicht nur auf Grund seiner bezaubernden Architektur und seiner zahlreichen Wasserkanäle. Vor allem die bisherige Drogenpolitik ermöglichte es Touristen, einen Entspannungsurlaub der „besonderen Art“ zu genießen und in speziellen Coffeeshops Cannabis zu rauchen. Dies sorgte zwar für sehr relaxte Touristen – allerdings auch für ein eher zweifelhaftes Image bei den europäischen Nachbarn. Das stellte man schließlich auch im liberalen Amsterdam fest und erwägt nun, die Marihuana-Oasen endgültig zu verbieten.

44.    Stonehenge (UK)

Stonehenge, United Kingdom

Stonehenge, United Kingdom

Stonehenge im Süden Englands gibt selbst renommierten Wissenschaftlern weiterhin Rätsel auf: Mit welcher Technik schafften es die Erbauer, die riesigen Steine zu beschaffen und aufzurichten? Welche religiösen Rituale wurden hier zelebriert? Noch heute können in den penibel angeordneten Steinkreisen atemberaubende Lichtspiele beobachtet werden. Bereits im 18. Jahrhundert begann Stonehenge allerdings zu verfallen: Einzelne Steine stürzten ein und verrotten mit der Zeit durch äußere Umwelteinflüsse.

45.    Die Hütten von Südpol-Entdecker Roald Amundsen (Antarktis)

Die Hütten von Südpol Entdecker Robert F. Scott

Die Hütten von Südpol Entdecker Robert F. Scott

Es war ein Wettlauf gegen die Zeit: Im Januar 1912 rangen die beiden Erzrivalen Robert Falcon Scott und Roald Amundsen darum, wer als erster den Südpol erreichen würde. Amundsen siegte und ging als Gewinner in die Geschichte ein. Fünf Wochen später erreichte sein ehrgeiziger Rivale, Robert F. Scott, schließlich ebenfalls den Südpol. Auf dem Rückweg starb der Forscher an Hunger, Unterkühlung und Krankheiten. Noch heute ist die damalige Hütte von Robert F. Scott am Südpol zugänglich und eine echte Touristenattraktion. Die Behausung misst 15 mal 7,7 Meter und bot einst Platz für mehrere Ponys, Hunde, die gesamte Expeditions-Crew und rund 30 Tonnen an Vorräten. Damit die Hütte nicht endgültig verfällt, werden immerhin bereits erste Restaurationsmaßnahmen ergriffen.

Städte am Wasser

46.    Köln

Köln

Köln

Viva Colonia, Karneval und der 1. FC Köln – Die Rheinländer sind ein fröhliches Volk und besonders die Kölner zelebrieren ihre städtischen Traditionen mit viel Herzblut. Wo man heute noch am Rheinufer durch die Domstadt flanieren kann, dürfte man aber schon in wenigen Jahren eher nasse Füße bekommen. Der Klimawandel verstärkt die Niederschläge und lässt den Meeresspiegel unaufhörlich steigen – für die Kölner bedeutet das vor allem weitere Überschwemmungen und mögliches Dauer-Hochwasser!

47.    Hamburg

Hamburg, Deutschland

Hamburg, Deutschland

Die Hamburger sind von Wasser umgeben – Elbe und Alster fließen durch die Stadt, links und rechts liegen jeweils Nord- und Ostsee. Bereits in den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Hochwasser und Überflutungen. Wer also den Hamburger Fischmarkt, die eindrucksvollen Gebäude an der Binnenalster und weitere Sehenswürdigkeiten von Hamburg kennen lernen möchte, sollte schnell sein!

48.    London

London, England

London, England

Schon seit Jahrhunderten kommt London eine bedeutende Rolle zu. Die europäische Metropole ist Dreh- und Angelpunkt für das weltweite Geschehen auf den Finanzmärkten, Kunst- und Kulturgeschehen und den globalen Handel. Jahr für Jahr zieht es zahlreiche Touristen in die britische Weltstadt. Die Themse schlängelt sich durch die Stadt und fließt direkt in die Nordsee. Prognosen gehen davon aus, dass die Meeresspiegel weltweit in Folge des Klimawandels weiter steigen würden – dann stünde auch London unweigerlich unter Wasser.

49.    New York

New York, USA

New York, USA

Wie bei vielen Metropolen, die einfach zu nah am Wasser gebaut sind, könnte es auch für den rund 8 Millionen Bewohner der Stadt New York unbequem werden, wenn die Meeresspiegel weiter steigen. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlangte US-Metropole ihre heutige Bedeutung. Der „Big Apple“ ist bekannt für seinen Times Square, den Central Park und den Broadway – sind diese beliebten Reiseziele bald nur noch per U-Boot zu bewundern?

50.    Venedig

Venedig, Italien

Venedig, Italien

Rom, Florenz, Mailand und Turin, schön und gut. Selbst eingefleischte Römer müssen zugestehen: Venedig spielt aus touristischer Sicht eine entscheidende Rolle für Italien, ist geradezu zu einer Weltattraktion geworden. Venedig war übrigens schon einmal eine Weltstadt, in der das politische und wirtschaftliche Geschehen in Europa entscheidend geprägt und gesteuert wurde. Der einstige Stadtadel regulierte wichtige Handelsverbindungen zwischen dem Mittelmeerraum und Westeuropa. Genauso traditionsreich wie der Handel in Venedig ist allerdings auch der Kampf mit dem, auf dem und gegen das Wasser. Die gesamte Stadt ruht auf Pfählen und schon lange kämpfen die Venezianer gegen den Verfall an. Steigendes Wasser und Touristenscharen machen den Erhalt Venedigs dabei sicher nicht einfacher.

51.    Shanghai

Shanghai, China

Shanghai, China

23 Millionen Menschen tummeln sich in der chinesischen Industriemetropole Shanghai. Hier befindet sich der zweitgrößte Containerhafen der Welt. Auch hierzulande zieht es viele Reisende in die aufregende Großstadt – manch einer bleibt gleich ganz in Shanghai und sucht sich dort einen Job und eine Wohnung. Schon im Jahr 4.000 v. Chr. finden sich erste Anzeichen einer Besiedelung rund um Shanghai. Auf Grund des stetig steigenden Wasserpegels könnte es nicht mehr lange dauern, bis man als Reisender die Stadt wieder besser von einem Boot aus erkundet, es sei denn man will unbedingt nasse Füße bekommen.

52.    Boston

Boston, USA

Boston, USA

In Boston rauchen keine Fabrikschlote sondern traditionell die Köpfe. Die US-amerikanische Großstadt Boston ist nicht nur die Heimat der weltweit bekannten und ebenso berühmten Harvard Universität, in der Stadt und im Umland sind noch viele weitere bekannte Hochschulen ansässig. Boston liegt an der Ostküste der USA, gleich drei Flüsse verlaufen entlang der Stadtgrenzen – neben dem Mystic River sind das der Neponset River und der Charles River. Erstmals besiedelt wurde das Gebiet rund um Boston im 17 Jahrhundert durch europäische Siedler. Die Geschichte von Boston scheint trotz aller Bildung nicht unbedingt ein gutes Ende zu nehmen: Steigt der Wasserpegel weiter an, wird die Stadt unausweichlich von allen Seiten geflutet.

53.    Tokio

Tokio, Japan

Tokio, Japan

Es war das Jahr 1446, als die Stadt Tokio erstmals erwähnt wurde. Damals begann die Bebauung der heutigen Bucht von Tokio. Inzwischen wurde fleißig weiter gebaut, allein in der Stadt leben fast 9 Millionen Einwohner, die sich auf engem Raum zusammen drängen, in der Metropolregion Tokio leben sogar fast unvorstellbare 35 Millionen Menschen. In puncto Umweltbedingungen wurde der Standort der japanischen Hauptstadt – im Nachhinein betrachtet – doch sehr ungünstig gewählt: Tokio befindet sich auf einem der weltweit aktivsten Erdbebenzonen und ist sehr dicht am Wasser gebaut. Frühere Erdbeben haben bereits größere Schäden verursacht, durch das Beben selbst und durch Flutwellen.

54.    Bangkok

Bangkok, Thailand

Bangkok, Thailand

Die thailändische Hauptstadt Bangkok ist ein äußerst beliebtes Reiseziel. In der asiatischen Metropole kann man für europäische Verhältnisse sehr günstig Urlaub machen, vor allem Backpacker aus aller Welt zieht es in die fernöstliche Stadt. Von Mai bis Oktober sollte man lieber von einer Reise nach Bangkok absehen. In dieser Zeit sorgt die Regenzeit, der Monsun, für heftige Regenfälle und Überschwemmungen in der ganzen Stadt. Dennoch stellt gerade die Wasserversorgung eines der Hauptprobleme für die Verwaltung und Bewohner von Bangkok dar. Der Grundwasserspiegel sinkt permanent weiter ab, es geht schlichtweg das Wasser aus.

55.    Malibu

Malibu, USA

Malibu, USA

Los Angeles lockt viele Urlauber mit seiner faszinierenden Vielfalt: Im Bundesstaat Kalifornien ist die US-amerikanische Kinoindustrie beheimatet, legendäre Städte wie Malibu locken mit Sandstränden, außerdem kommen Surfer hier voll auf ihre Kosten. Doch Malibu ist auch ein echtes Sorgenkind: Überflutungen und Brände sind hier heute schon fast an der Tagesordnung.

56.    Miami

Miami USA

Miami USA

Der Name Miami wurde von den Indianern geprägt und bedeutet „großes Wasser“. Kein Wunder: Das Wasser des Miami River versorgt das Naturparadies der Everglades und sucht sich von dort seinen Weg in den Atlantik. Vor rund 130.000 Jahren stand Miami noch unter Wasser. In den darauf folgenden Jahren sank der Meeresspiegel, so dass die einzigartigen Kalksteine entstanden und die Lagune von Miami frei gelegt wurde. Kommt es nun, bedingt durch den globalen Klimawandel, zu einem Anstieg der Wasserpegel, könnte der Stadt das umgekehrte Schicksal blühen.

Kommentare

Jean-Pierre sagt:

Nur zu gut dass das Wettrennen um den Südpol in Wirklichkeit anders ausgeangen ist als von euch beschrieben^^

Florian Dargatz sagt:

Hallo Jean-Pierre, das Wettrennen um den Südpol ist in der Tat anders ausgegangen und wir haben den Text bereits korrigiert. Vielen Dank für Deinen Hinweis.

Tobias sagt:

Toller Artikel, eines habe ich jedoch anzumerken, es gibt nur eine Osterinsel, und nicht “die Osterinseln”. Oder ist mir da bei meinem Besuch etwas entgangen?

Redaktion Urlaubsmagazin sagt:

Hallo Tobias, wir können dich beruhigen. Bei deinem Besuch ist dir nichts entgangen und wir haben den Text angepasst. Wobei du sicherlich nichts gegen einen zweiten Besuch auf die Osterinsel(n) gehabt hättest, oder? :)

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